Chinchilla - Zehdenick


Molly mit Schnupfnase

Krankheiten:

Bei Chinchillas ist im allgemeinen die rechtzeitige Erkennung einer Krankheit entscheidend. Oftmals sind Behandlungen recht schwer. Wenn das Chinchilla eindeutige, für uns sichtbare Krankheitserscheinungen aufweist, kann es leider schon zu spät sein.

Die meisten Chinchillakrankheiten weisen vorzeitig eine stetige Gewichtsabnahme von 2-5 Gramm täglich auf. Keinesfalls sollte man selbst eine Behandlung mit sogenannten angepriesenen "Allheilmittel" durchführen. Darunter zählt Obstessig oder Karlsbader Salz sowie diverse andere Tropfen, die in fast jedem Zoo-Laden angeboten werden. Durch Anwendung dieser Mittel wird meistens nur kostbare Zeit verschwendet, die für eine adäquate Behandlung durch einen erfahrenen Chinchilla-Arzt genutzt werden könnte.

Leider werden immer noch die meisten Chinchillas viel zu spät zum Facharzt gebracht, weil die Krankheiten erst viel zu spät erkannt wurden. Denn die meisten Chinchillas werden zum Arzt gebracht, wenn diese apathisch in der Ecke liegen oder nicht mal mehr zum Fressen aufstehen. Dieses auf der Seite liegen ist nicht mit dem auf der Seite liegen von trächtigen Weibchen zu vergleichen, denn bei einem trächtigen Chinchillaweibchen ist es normal, dass es oft auf der Seite liegt.

Jedes Chinchilla, das soll hier nochmals gesagt werden, mit eindeutigen Krankheitsanzeichen ist bereits als schwerkrank anzusehen!!! Und ist in der Regel schon viel länger krank.


Eindeutige Krankheitssymptome zum Beispiel sind:

- Futterverweigerung
- krampfartige Bewegungen
- Bewegungslosigkeit
- erheblicher und stetiger Gewichtsverlust
- stetiges Schmatzen
- stetiges Schnauze putzen
- sabbern ( Speichelausfluß )
- apathisches Verhalten ( Chinchilla sitzt teilnahmslos in der Ecke zusammengekauert

Da Chinchillas tagsüber schlafen und daher sehr oft schreckhaft reagieren, sollten Sie keine schnellen oder hektischen Bewegungen ausüben. Vor dem Herausnehmen eines Chinchillas sollten Sie auch unbedingt Ihr Tier mit ruhiger Stimme ansprechen. Denn dies hilft ungemein. So vermeiden Sie, dass Ihr Chinchilla an Aufregung leidet.

Um viele Krankheiten frühzeitig zu erkennen, kontrollieren Sie also am besten stetig das Gewicht Ihres Chinchillas. Ich wiege meine Chinchillas alle paar Wochen und bei Auffälligkeiten oder Gewichtsverlust täglich.

Des weiteren können Sie einige Voruntersuchungen durchführen, wenn Sie der Meinung wären Ihr Chinchilla könnte krank sein. Zum Beispiel haben Sie Gewichtsverlust festgestellt oder der Kot Ihres Tieres ist nicht in Ordnung.


Eigenständige Untersuchung:

Eine Untersuchung beginnt immer mit einer äußeren Betrachtung des Tieres. z.B. Krampfanfälle, Kopfschiefhaltung oder stetiges Umfallen, Haarausfall, tränende Augen, extremes Zähneknirschen etc. sind auffällige Krankheitssymptome. Durch Abtastung des ganzen Körpers können Knoten oder Entzündungsherde sowie auch für erfahrenere Chinchillahalter Knochenbrüche ausfindig gemacht werden.

Den letzteren Punkt jedoch sollten Sie lieber einem erfahrenden Facharzt überlassen. Bei Knochenbrüchen wird ein Chinchilla durch das Gehege kriechen oder humpeln und bei solchen Symptomen muss man zum Tierarzt!


Wichtig !

Chinchillas werfen als natürliches Abwehrverhalten, wenn sie sich bedrängt oder bedroht fühlen, größere Mengen Fell ab. Für unerfahrene Chinchillahalter sieht dies recht schlimm aus, ist es aber keinesfalls, da das Chinchilla nur Fell abwirft. Das so genannte Fellabwerfen, wie man es in der Fachwelt nennt, kann auch bei bloßem Herausnehmen des Chinchillas eintreten. Dieses Abwerfen ist eine natürliche Abschreckung und Abwehr von Feinden in der freien Natur.


Quelle:
Chinchilla Lexikon